Sprache und Autobiographie bei Emine Sevgi Özdamar

Silvia Palermo
2022-01-01

Abstract

“Wenn Migration die Zerstreuung und Fragmentierung von Lebenszusammenhängen bedeutet, so lässt sich die literarische Verarbeitung dieser Erfahrungen als dazu gegenläufige Bewegung beschreiben” (Frölich 2003:47). Die deutsch-türkische Schriftstellerin Emine Sevgi Özdamar (Malatya, Türkei, 1946) ist zweifellos eine der repräsentativsten Vertreterinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, die sich mit dem Thema Migration als Aufarbeitung eines autobiographischen Diskurses auseinandersetzt, in dem sich ihre Transkulturalität mit der Wahl des Deutschen als künstlerischer Ausdruckssprache verbindet. Der autobiographische Diskurs endet jedoch nicht in Özdamars Darstellung der Migration, sondern wird zu einer autobiographischen Darstellung auch außerhalb der eigentlichen Migrationserfahrung. Dieses autobiographische Erzählen, das in den bisher erschienenen Werken bereits sehr präsent ist (man denke z.B. an das Thema der Krankheit und des Todes in Sterben in der Fremde), hat seine eigenen sprachlichen Merkmale, die in ihrem kommenden neuen Roman Ein von Schatten begrenzter Raum, noch deutlicher zu Tage treten dürften.
2022
978-3-0343-3661-1
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Utilizza questo identificativo per citare o creare un link a questo documento: https://hdl.handle.net/11574/212919
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