Sprachliche Strategien der Befremdung. Zum Emotionspotenzial in Juli Zehs Roman CORPUS DELICTI

Barbara Haeussinger
2017

Emotionen manifestieren sich in literarischen Texten auf allen sprachlichen Ebenen und können deshalb mithilfe einer textlinguistisch ausgerichteten Analyse wissenschaftlich beschrieben und erklärt werden. Zu unterscheiden ist jedoch zwischen dem Emotionspotenzial eines Textes, als textinhärenter Eigenschaft, gegeben durch die Gesamtheit aller emotiven und bewertenden Textelemente, und der Emotionalisierung des Lesers als textexternem Prozess, bei dem emotionale Zustände aktiviert werden und der nur anhand empirischer Studien untersucht werden kann. Gegenstand der vorliegenden Studie ist die Analyse des textuellen Emotionspotenzials von Juli Zehs dystopischem Roman Corpus Delicti. Ein Prozess, in dem die Autorin das Bild einer präventiven Gesundheitsdiktatur entwirft. Herausgearbeitet werden soll anhand der Rekonstruktion der emotionalen Einstellung des Erzählers zum emotiven Erleben der handelnden Figuren und zu den geschilderten Sachverhalten, mittels welcher, als sprachliche Strategien der Befremdung zu beschreibenden Kodierungsformen, Juli Zeh die affektive Teilnahme des Lesers am Geschehen in Corpus Delicti hintertreibt, um ihn mit den Auswirkungen einer emotionslosen Gesellschaft zu konfrontieren.
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Utilizza questo identificativo per citare o creare un link a questo documento: http://hdl.handle.net/11574/178460
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